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Historisches

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Im Jahre 1196 (1197 nach heutiger Zeitrechnung) bezieht das Kloster Kappel (Spießkappel) vier Solidos aus Unshusen. 1233 schreibt man Ungishusen, 1248 Unnishusen und 1498 Onshusen. Im Jahr 1248 übergab Konrad von Hebel mit seiner Ehefrau Lukarde und seinen Kindern dem Kloster Kappel Güter zu Unnishusen und die Hälfte des dabei gelegenen Hügels Stuphelinc. 1263 machten die Edlen von Srubenekke auf Güter in Unneshusen Ansprüche geltend. Nach Aussage des Edlen Heinrich von Uttershausen hat Wiegand Fraz, Ritter und Burgmann zu Ziegenhain, die Güter mit Zustimmung seiner Mutter und aller Miterben an das Kloster Haina verkauft und in der Kirche zu Unshausen sie dem Kloster selbst übertragen. Zur vermehrten Sicherung dieser Übertragung hat Ludwig von Aula die Güter in Ziegenhain vor dem Grafen von Ziegenhain und seinen Ministerialien für das Kloster in Empfang genommen. Das Kloster habe, so erklärt Heinrich von Uttershausen, die Güter seit 30 Jahren in Besitz und jede Anfechtung, d. h. jeder andere Anspruch darauf, sei offenbares Unrecht. Am 27. März 1294 erwirbt der Deutschorden (Deutsches Haus in Marburg) durch Kauf von den Brüdern Hartmann, Werner und Konrad von Gershausen deren Güter in Sondheim und Unshusin (Unshausen). In dem Register verpfändeter landgräflicher Güter im Gericht Homberg wird Unshusin um 1338-1350 als Eigentum Hermanns, des Bruders des Landgrafen Heinrich II. von Hessen, bezeichnet. Im Jahre 1382 ist das Dorf landgräflich. Im 15. Jahrhundert gehört das Dorf außerhalb des Pfarrbezirkes Mardorf-Berge zum Amt Felsberg. Auch nach der Verwaltungsreform Kurhessens im Jahre 1821 blieb Unshausen im Kreis Melsungen und kam erst 1843, auf Antrag der Gemeinde, zum Kreis Homberg. Die Begründung lautete: "Der Weg nach Homberg sei kürzer als nach Melsungen, außerdem gehöre man zum Kirchspiel Berge, das im Kreis Homberg liege." Im Jahre 1404 verpfändete Landgraf Hermann der Gelehrte sein Dorf Unshausen mit dem Hause Altenburg, d. h. der Burg, an die von Holzheim, von Elben und von Grifte. 1429 wird der Schöffe Gottfried Bischoff zu Homberg von Werner von Löwenstein-Westerburg mit dem Rodensteiner Zehnten an der Schwalm zu Unshausen und der Gensingeshufe in der Gemarkung von Unshausen belehnt, die Henne Roddemann und Lotz von Solnhausen von Werners Eltern zu Lehen hatten. Zu dem Lehen gehörten auch 5 Acker Land zu Unshausen, nämlich bei der dem Bomme (Baum), genannt die Kubelung, dem Kumel, das hohe Uber (Ufer) und die Mechelworst. Die Belehnung wird 1458 von Schweder von Westerburg erneut vorgenommen. 1483 wird Georg Standenvor von Werner von Westerburg mit 5 Acker Land in Unshausen belehnt. Im folgenden Jahr wird Henne Landgrebe mit 3 Ackern, genannt die Hauber, vor Unshausen von den Westerburgern belehnt und die Belehnung der Familie Bischoff von Homberg erneut ausgesprochen. Es handelt sich um den Bürgermeister Heinrich Bischoff von Homberg. Die Belehnung erstreckt sich auch auf den
Hospitalzehnten. Dieser Zehnte muß zu dieser Zeit von den Bischoffs, der Gründerfamilie des Hospitals zum Heiligen Geist in Homberg, dem Spital zugeflossen sein. Im 17. Jahrhundert erscheint er nicht mehr unter dem Spitalsvermögen. 1492 ist Henne Landgrebe zu Unshausen im Besitz eines löwensteinischen Lehens von 3 Acker Land vor Unshausen, genannt Hoynuber. 1501 werden Otto Reinbolt, Bürger zu Homberg, und die Kinder der verstorbenen Else Schultheiß, der Ehefrau Ottos, und dessen Kinder und Erben mit dem Spitalzehnten zu Unshausen durch v. Löwenstein zu Löwenstein belehnt. Die löwensteinische Hufe im Dorf besaß 1686 die Familie Katzmann als Lehen der Gastfamilie von Löwenstein, während die Trieschen den Spitalszehnten besaßen. Die Güter sind noch 1734 Gesamtlehen der Löwensteiner. Der Zehnte war ursprünglich hersfeldisches Lehen an die von Falkenberg, die aber ihre Güter verkaufen mußten und arm und verschuldet ausstarben.

(Auszug aus: 800 Jahre Unshausen, Dorfchronik anlässlich der 800 Jahrfeier) Chronik kaufen!

 Zuletzt geändert am 04. September 2003

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